Psychologische Praxis Gastein Mag. Margret Reyer
Psychologische Praxis Gastein                                                                                                                                        Mag. Margret Reyer 

Angst vor Corona? So gehen Sie am besten damit um!

Was ist Angst genau?

Angst ist eines der Grundgefühle, welches prinzipiell jeder Mensch empfinden kann. Angst entsteht bei realen oder angenommenen Bedrohungen und ist ein Gefühl der negativen Erregung. Als Bedrohung wird in der Regel die Möglichkeit gesehen, zum Beispiel körperlich Schaden zu nehmen, der Verlust der Lebensgrundlage oder die Beschädigung des Selbstwertes.
Das Gefühl der Angst führt in der Regel zu einem Vermeidungs- oder Fluchtreflex.

Dieser hilft aktiv, uns zu schützen. Somit hat Angst eine ganz wichtige Funktion in unserem Leben: Sie weist uns auf mögliche Gefahren hin und lässt uns innehalten, bevor wir uns in (potentiell) gefährliche Situationen begeben."

 

 

Wie kann man die Entwicklung der Angst hinsichtlich des Coronavirus einschätzen?

Alles was fremd ist, ist geneigt, uns zu sorgen oder sogar Angst zu machen. Die Sorge davor zu erkranken, ist eine ganz natürliche Reaktion auf einen Virus, den wir noch nicht kennen und der sich schnell verbreitet.

 

 

Ratsam ist hier ein Faktencheck:

Gehöre ich zu einer Risikogruppe?

Was wird von offizieller Seite konkret empfohlen?

Was kann jemandem wie mir nach aktuellem Wissensstand schlimmstenfalls passieren?

Was kann ich konkret tun, um mich zu schützen?

 

Die meisten Menschen sind nach so einem Faktencheck orientiert und somit beruhigt. Sie wissen, was in ihrem individuellen Fall zu tun ist, was Sicherheit gibt."

Was können Menschen tun, die große Angst vor dem Virus haben?

Die Sorgen um diesen Virus zwar nachvollziehbar, vereinzelte Reaktionen oder Handlungen sind allerdings übertrieben. Diese sollten wir aber nicht auf uns alle übertragen! Den Großteil der Menschen nehme ich als ruhig, aber vorsichtig war und nicht panisch oder kopflos.


Wenn einzelne Menschen sehr besorgt sind, rate ich dringend zu einem Faktencheck anhand der von den offiziellen Internetseiten empfohlenen Kriterien, z. B. ob ich in einem Risikogebiet war etc. Ebenso wollen die meisten Menschen aktiv etwas tun, um sich nicht ausgeliefert oder ohnmächtig zu fühlen. Auch hier gibt es ja eindeutige Empfehlungen für unser Verhalten, z. B. das regelmäßige Händewaschen oder auch der Vorräte anzulegen. Aber mehr ist oftmals gerade nicht zu tun. Und das müssen wir lernen auszuhalten.

 

 

Was tue ich, wenn ich von einer bestehenden Erkrankung betroffen bin?

 

Wer sich bezüglich einer bestehenden Erkrankung Sorgen macht, sollte auch auf den offiziellen Internetseiten Informationen suchen oder seinen behandelnden Arzt ansprechen. Wichtig ist, auf Informationen von Fachläuten zu hören und sich nicht von Pseudo-Experten im Internet in den Wahnsinn treiben zu lassen.


 

Wie gehe ich am besten mit Nachrichten um?

 

Manche Menschen verbringen viel Zeit damit, auf die neuesten Nachrichten zu lauern und ständig zu recherchieren. Umso mehr Zeit ich damit verbringe, umso präsenter wird das Thema auch in meinem Leben. Daher ist es wichtig, sich auch Auszeiten von diesem Thema zu nehmen und mit Familie und Freunden bewusst über andere Themen zu sprechen. Das hat nichts mit Ignoranz zu tun, aber es braucht auch Zeiten, in denen man von möglichen Sorgen oder Ängsten abgelenkt wird, um sich zu beruhigen."

 

 

Informiere dich nur so viel, wie unbedingt nötig!

Fragen Sie sich, wie viel man sich wirklich informieren muß. 

Vermeide Sie, sich einfach nur mit einer Meldung nach der nächsten berieseln zu lassen. Entscheiden Sie selbst, wann und wie Sie sich informieren möchten.

Informieren Sie sich am besten auf den Websites von wissenschaftlichen Instituten.


 

Wie sollte man mit Kindern am besten über das Corona-Virus sprechen?

 

Für Kinder sind zunächst altersangemessene Infos wichtig, sofern sie von dem Thema in der Schule etc. mitbekommen. Wichtig ist, Kinder zu beruhigen, keine Panik auszulösen und auch bei Fragen der Kinder behutsam und ruhig Auskunft zu geben. Manche Kinder brauchen dabei etwas mehr Beruhigung als andere. Unbedingt sollte man darauf achten, auf welche Informationen Kinder und auch Jugendliche in den sozialen Medien stoßen: Hier kann man Kinder und Jugendliche aktiv befragen und ihnen alternative Informationsquellen seriöser Natur anbieten, damit sie nicht auf Fehlinformationen 'hereinfallen' und sich unnötig Sorgen machen. Mit kleineren Kindern kann man spielerisch das Händewachen üben, größere Kinder schaffen das dann schon alleine.

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Psychologische Praxis Gastein

Mag. rer.nat. Margret Reyer

Klinische- und Gesundheitspsychologin
Kurgartenstraße 11
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